Die US-Fernsehserie HOLOCAUST war ein Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung der Naziverbrechen, weil mit der Geschichte zweier Familien – einer jüdischen und einer deutschen, diese Zeit erstmals fiktionalisiert wurde. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dieses emotionalen Fernsehereignisses von der Entstehung und den Dreharbeiten, über die Ausstrahlung, bis zu den gewaltigen Reaktionen. Ein eindringliches „Making of“, bei dem unter anderem der frühere WDR Fernsehspielchef Günter Rohrbach, der Regisseur Marvin J. Chomsky, der Produzent Robert Berger, die Produktionsleiterin Pia Arnold, zahlreiche Schauspieler, sowie damalige Zuschauer zu Wort kommen. 
Während die Telefone bei den Sendern heißliefen, sprengten Neonazis in Deutschland mehrere Sendemasten um die Ausstrahlung zu verhindern. Mit über 700 Millionen Zuschauer weltweit und Einschaltquoten bis zu 39% in Deutschland ist die die vierteilige Serie ein Stück deutscher Fernsehgeschichte. Sie erzählt die Geschichte der fiktiven jüdischen Arztfamilie Weiss und des fiktiven SS-Angehörigen Erik Dorf in Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus – aber war viel mehr: Sie löste eine intensive gesellschaftliche Diskussion über die NS-Vergangenheit aus und gilt bis heute als Wegbereiter einer umfassenden Aufarbeitung dieser Zeit.